Pünktlich zu Beginn der Sommerferien ging es für die Optis mal wieder in Richtung Norden, dieses Mal zur IDJM nach Strande. Vom CYC waren insgesamt sechs (Lotta, Casper, Felix H., Laurens, Josephine und ich, Pia) dabei. Und natürlich waren wir mit Poldo als Trainer und in der gewohnten Trainingsgruppe unterwegs. Die Ziele waren hochgesteckt. Für Felix und mich war es zugleich die letzte Regatta im Opti – wenn man gefühlt regelmäßig am Baum hängen bleibt und die übrigen Segler/innen deutlich überragt, dann wird deutlich, man wird einfach zu groß und alt für diese Bootsklasse.
50 Gramm, die es in sich hatten
Nachdem wir in den Pfingstferien bereits vor Ort trainiert hatten und am Goldenen Opti teilnahmen, „sparten“ wir uns ein langes Vortraining und reisten alle erst am Freitag an. Der Samstagmorgen begann für unsere Trainingsgruppe gleich in der Früh mit der Vermessung. Diese wurde für mich und meinen mittlerweile sieben Jahre alten Opti, der bereits sechs Vermessungen erfolgreich „bestanden“ hatte, zur Geduldsprobe, war er doch in den letzten Wochen so gut durchgetrocknet, dass ihm 50g für das geforderte Gewicht fehlten. Nach mehrfachem Wiegen, viel Diskutieren und noch mehr Warten und jeder Menge Geduld und dank der tatkräftigen Unterstützung von Poldo war die Lösung gefunden: neue Ausreitgurte und schon war er 150g schwerer und damit im Normbereich. Und damit ging es für uns nach eineinhalb Stunden endlich aufs Wasser und wir trainierten am Samstag und Sonntag nochmal ordentlich, bevor die IDJM am Sonntag feierlich eröffnet wurde.
Drei Tage Qualifikation bei besten Bedingungen
15 Wettfahrten waren geplant, 227 Seglerinnen angereist und gesegelt wurde in drei Fleets auf ein- und demselben Kurs. An den ersten drei Tagen fanden die Quali-Rennen statt. Und während andernorts, so z. B. in Lipno bei der 29er-EM die meiste Zeit mit Warten auf Wind verbracht wurde, zeigte sich Kiel von seiner besten Seite. Die neun Qualifikationsrennen konnten bei einem hervorragenden und sich über die Tage steigernden Wind mit drei Wettfahrten täglich zügig durchgeführt werden, so dass wir meistens schon am Nachmittag wieder an Land waren und die restliche Zeit des Tages mit Volleyball & Co. verbringen konnten. Die Wettfahrtbedingungen hatten für jeden etwas: zu Beginn noch etwas weniger Wind für die leichteren Teilnehmer, dann zunehmend, so dass alle auf ihre Kosten kamen.
Goldfleet und Sturmwarnung
Für den 1. Tag der Finals, für welche es vier von uns in die Goldfleet geschafft hatten, hatte der Wetterbericht einen guten 6er Wind zunehmend mit bis zu 35kn vorhergesagt und entsprechend gestiegen war die Spannung bei allen Teilnehmenden. Die Wettfahrtleitung schickte aufgrund der Wettervorhersage und herrschenden Windverhältnisse dann auch nur die Goldfleet aufs Wasser und wir schafften zwei spannende Rennen. Nach diesen beiden wurde der Wettfahrttag jedoch für alle beendet. Und wenn sich ein mit vier Heringen im Boden verankerter Pavillon auf dem Zeltplatz löst und übers Zelt „fliegt“, eine Zeltstange bricht, so dass wir froh waren, nur noch eine Nacht vor Ort zelten zu müssen, und einem der Wind nur so um die Ohren „pfeift“, dann war dies wohl auch die richtige Entscheidung. Über Nacht ließ der Wind nach, wurde eher drehig und schwach, so dass am letzten Wettfahrttag nochmal alle alles geben konnten und die letzten 3 Finalrennen durchgeführt wurden.
Ein letztes Mal Richtung Süden
Nach 14 Rennen standen die Ergebnisse fest und mit einer letzten Kenterung für Felix und mich ging es nach dem Einpacken und Verladen wieder Richtung Süden. Ohne unseren Trainer Poldo, dessen Vorbereitung und Regattabetreuung über das ganze Jahr hinweg, wäre diese IDJM mit den Ergebnissen nicht möglich gewesen – ihm und natürlich auch unseren Trainern Moritz und Lucas und dem Club im Hintergrund gebührt ein riesengroßes DANKE für ihren Einsatz, ihre Geduld und Unterstützung ...
Text: Pia Ewald







