Endlich Osterferien! Und während daheim am Chiemsee der Winter mit viel Schnee zurückkehrte, ging es für insgesamt 16 Segler/innen des Chiemsees zusammen mit Trainer Poldo und Cata ans Meer nach Portoroz. Zunächst standen vier Tage Training in der großen Gruppe bei Cata und Poldo an, gefolgt von vier bzw. zwei Tagen Regatta mit Betreuung von Poldo, Emilia und Philipp, welcher am Ostersamstag und -sonntag die 3 Rookies bei ihrer ersten großen internationalen Regatta betreute.
Der Sonntag begrüßte alle mit bestem Einstiegswetter – nicht zu viel Wind und Sonnenschein, kurzum der perfekte Beginn nach der Winterpause für diejenigen, die dieses Jahr noch nicht auf dem Wasser waren J. Über die vier Trainingstage steigerte sich der Wind kontinuierlich. Aber dank des Trainings, des täglichen gemeinsamen Frühsports sowie diverser abendlichen Fußballspiele und der guten Verpflegung steigerte sich auch die Kondition … Und als am letzten Trainingstag vor der Easter Regatta den Seglern die Bora um die Ohren pfiff, konnten es die „Großen“ bei bis zu über 30kn richtig krachen lassen während die „Jüngeren“ das Ganze vom Motorboot aus beobachteten. Und auch wenn sich in keinem der bei der Regattanmeldung erhaltenen Schokoeiern die goldene Pfeife, welche den Gewinn eines Optis bedeutet hätte, versteckte, war die Freude bei den Juniores auf die anstehenden 4 Regattatage groß. Cata, welche eigentlich mitten in der Abivorbereitung steckt, verabschiedete sich nach einem wie immer super Training bei und mit ihr, bei welchem alle wieder eine Menge gelernt haben und jede Menge Input für die Regatta erhielten, von der Gruppe, um weiter für’s Abi zu lernen und wurde durch Emilia ersetzt, die die vier Tage zuvor lernen „durfte“.
Am Donnerstag startete die Regatta bei fetziger Bora, die den einen begeisterte und den anderen teilweise ein bisschen einschüchterte, aber keinen vorzeitig in den Hafen zwang – sehr zum Stolz aller! Oder wie es Bojan Gale der Wettfahrtleiter am Ende des Tages sehr zutreffend formulierte:
„Auf dem Wasser hatten wir fünf Flotten: vier Juniorenflotten und eine Kadettenflotte. Der Vormittag war mit der starken Bora ziemlich hart; bei den ersten Starts sahen wir Böen von 25, 26 oder sogar 27 Knoten. Ich finde, alle Kinder, die es geschafft haben, unter den heutigen Bedingungen zu segeln, sind echte Helden.“
Am darauffolgenden Tag – dem zweiten und damit letzten Tag der Qualifikationsserie – setzte eine leichte Seabreeze ein, die eine relativ große Welle trotz wenig Wind mit sich brachte. Keine leichten Bedingungen, die aber trotzdem größtenteils super gemeistert wurden! Insgesamt schafften es drei in die Gold-, sechs in die Silber-, einer in die Bronze- und drei in die Emeraldfleet, in denen ab Samstag gestartet wurde. Am Samstag startete außerdem unter Betreuung von Philipp die Easter Regatta für die Rookies – also die übrigen drei Trainingsteilnehmer, die die zwei Tage zuvor noch fleißig trainiert hatten.
Samstag und Sonntag fanden in beiden Gruppen die Wettfahrten bei Leichtwind und keiner / kaum Welle statt. Für die Rookies super, für die Juniores eher mental anstrengend – lange Wartezeiten, strahlender Sonnenschein und viele Startabbrüche und BFDs durch die Strömung ließen grüßen… Umso mehr wurde sich am Sonntag über die Hinterlassenschaften des Osterhasen in den Optis gefreut!
Zuletzt konnten sich bei den Rookies Greta und Jack über ihre ersten internationalen Regattaerfolge freuen, beide belegten in ihrer Geschlechtsklasse jeweils den zweiten Platz – Hut ab! Und auch die Juniores konnten zu Recht stolz auf die erreichten Ergebnisse sein – auch wenn der ein oder andere mit sich und seinem Ergebnis haderte, so gab es jede Menge sehr guter Momente und tolle Zwischenergebnisse, welche einen sehr guten Einstieg in die ja erst beginnende Regattasaison lieferten.
Ein großes Dankeschön geht an die Trainer für ihren Einsatz und die liebevolle Betreuung der „Großen“ und „Kleinen“ und die gesamte Organisation des Ganzen – ohne die das alles nicht möglich wäre.
Sabine Ewald






