German Open 2026 der 20er Jollenkreuzer im CYC

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Jens Magdanz siegt im Kopf-an-Kopf-Rennen

Vier Tage, sieben Wettfahrten, jede Menge Wetterwechsel – und am Ende ein hauchdünner Vorsprung: Bei der German Open der 20er Jollenkreuzer im Chiemsee Yacht Club hat sich Jens Magdanz vom Wassersportverein Friedrichshafen-Fischbach mit seiner Crew Stefan Mädicke und Frank Sekura die Deutsche Meisterschaft gesichert. 27 gemeldete Mannschaften, darunter auch ein Team aus Österreich und eines aus der Schweiz, sorgten vom 9. bis 12. September für eine hochklassig besetzte und spannende Regatta in unserem Revier.

Nasser Auftakt mit drei verschiedenen Siegern

Los ging es unter widrigen Bedingungen: Regen, gefühlte 6 Grad Windchill und Böen bis 19 Knoten prägten den ersten Regattatag. Nach der Begrüßung durch CYC-Präsident Dr. Matthias Gebauer, Wettfahrtleiter Kai Schreiber und den Technischen Leiter Dr. Stephan Müller von Kralik (YCI) ging es ohne Umschweife auf die Bahn. Drei Wettfahrten standen an – und drei unterschiedliche Sieger: Ralph Jambor, Andreas Zethner und Vincent Hoesch setzten jeweils ein Ausrufezeichen. In der Gesamtwertung setzte sich am Ende des Tages Jens Magdanz mit konstanten Ergebnissen (2-2-4) an die Spitze, mit 8 Punkten vor Tino Baldewein (12) und Ralph Jambor (17).

Ruhigeres Wetter, enges Feld

Der zweite Tag zeigte sich von einer deutlich freundlicheren Seite: Bei 7 bis 11 Knoten Wind und angenehmen Bedingungen blieb die Flotte eng beisammen – und mit ihr auch der Kampf um die vorderen Plätze. Nach sechs gesegelten Wettfahrten führte weiterhin Jens Magdanz mit 17 Punkten, gefolgt von Andreas Zethner (20) und Erik Witzmann (22). Punktgleich mit Witzmann lag Tino Baldewein, Ralph Jambor folgte mit 26 Punkten. Vincent Hoesch, für den es die erste Saison in der Klasse war, rangierte auf Platz sechs.

Flaute – und ein cleveres Zeitfenster

Der dritte Regattatag fiel dem Wind zum Opfer: Wegen Flaute konnte nicht gesegelt werden. Am vierten und letzten Tag nutzte Wettfahrtleiter Kai Schreiber jedoch das einzige sich öffnende Windfenster, um noch eine siebte Wettfahrt anzusetzen – bei stabilen rund 7 Knoten Wind.

Die Entscheidung: Ein Punkt macht den Unterschied

Nach sieben Wettfahrten stand am Ende ein denkbar knappes Ergebnis an der Spitze:

  1. Jens Magdanz, Stefan Mädicke, Frank Sekura (Wassersportverein Friedrichshafen-Fischbach) – 24 Punkte
  2. Andreas Zethner, Stefan Wolf, Mathias Göpfert (Yachtclub Mörbisch, Österreich) – 25 Punkte
  3. Erik Witzmann, Henning Jaeger, Harald Ludwig (Seglervereinigung 1903 Berlin) – 25 Punkte
  4. Tino Baldewein mit Team – 25 Punkte
  5. Ralph Jambor, Team (Freie Vereinigung der Tourensegler) – 27 Punkte
  6. Vincent Hoesch, Daniel Fritz, Max Scheibmair – 43 Punkte

Bemerkenswert: Die Plätze zwei bis vier trennte am Ende nur ein einziger Punkt. Für Ralph Jambor, der nur eine Woche zuvor die Bayerische Meisterschaft am Chiemsee gewonnen hatte, reichte es diesmal zu Rang fünf. Vincent Hoesch, der als Neueinsteiger in der 20er-Klasse antrat, beendete seine erste German Open auf Platz sechs – ein für die kurze Zeit im Boot beachtliches Ergebnis.

Starke Bilanz für  den CYC

Auch für den CYC als Gastgeber war die German Open ein voller Erfolg. Neben Vincent Hoesch, der sich als CYC-Neueinsteiger in der Klasse Platz sechs sicherte, erreichten mit Norbert Kerl und Jacqueline Hoffert-Dahl weitere Clubmitglieder gute Platzierungen im Feld.

Organisatorisch verlief die Regatta reibungslos: Über die gesamte Veranstaltung hinweg gab es keinen einzigen Protest – weder auf der Regattabahn noch abseits davon. Die Wettfahrtleitung um Kai Schreiber agierte auch bei wechselhaften Bedingungen souverän, CYC-Sportmanager Nico Lutz sorgte mit guter Vorbereitung und Service für einen technisch störungsfreien Ablauf. Auch die Gastronomie wurde von den Teilnehmern gelobt.

Mit der German Open 2026 einer Deutschen Meisterschaft der 20er Jollenkreuzer Klassenvereinigung hat der Chiemsee Yacht Club eindrucksvoll gezeigt, dass er auch große internationale Meisterschaften souverän ausrichten kann – und einen würdigen Rahmen für die Rückkehr der 20er Jollenkreuzer an den Chiemsee geschaffen.

Besonderer Dank gilt der 20er-Jollenkreuzer-KV für die Unterstützung sowie den aus dem gesamten Bundesgebiet und benachbarten Ausland angereisten Seglerinnen und Seglern. Sie sorgten während der Regatten und darüber hinaus für eine besondere Atmosphäre auf dem gesamten Clubgelände.

Text: Iris Huber

Fotos: Zoe Hoffert-Dahl