…und ein spannendes Rennen um die beste Linie: Beim clubinternen Admiralscup des Chiemsee Yacht Clubs ging es am Samstag nicht nur um Sekunden, sondern auch um das Losglück bei der Gruppeneinteilung.
Der Admiralscup des Chiemsee Yacht Clubs ist ein besonderes Format: Drei Boote unterschiedlicher Klassen bilden ein Team, ihre Yardstickzahlen müssen zusammen mindestens 300 ergeben. Die Boote werden zunächst nach ihrer Yardstickzahl in drei Gruppen eingeteilt und anschließend zu Teams zusammengelost. Am Samstag, 15. August, gingen auf diese Weise elf Teams mit insgesamt 33 Booten an den Start.
Bei strahlendem Sonnenschein und zunächst nur einem Hauch von Wind fiel um 14 Uhr der Startschuss. Die ersten Boote erreichten die erste Bahnmarke bei etwa vier Knoten Wind kompakt gruppiert. Doch auf dem langen Weg zur zweiten Boje auf Höhe Paulsruhe - Rott Zipfel wurde die Wettfahrt interessant und das Feld teilte sich auf: Einige Crews suchten ihr Glück näher an der Herreninsel, andere hielten sich dichter an der Bernauer Uferlinie.
Damit war früh zu erkennen, wer die wechselnden Windfelder am besten lesen und die richtige Linie finden konnte. Ein einmal herausgesegelter Vorsprung ließ sich auf der Zielgeraden kaum noch wettmachen. Nach rund 45 Minuten hatten auch die letzten Boote die zweite Bahnmarke passiert – bei inzwischen nur noch etwa drei Knoten Wind.
An der Spitze setzte sich Karlotta Fricke mit ihrem Star durch. Sie benötigte 1:05:03 Stunden und gewann damit die Einzelwertung. Auf Rang zwei folgte Jaqueline Hoffert-Dahl im 20er Jollenkreuzer mit 1:06:43, Dritter wurde Alex Saemmer im L-Boot mit 1:07:26.
Die Wettfahrtleitung verkürzte angesichts der schwachen Windverhältnisse die Bahn. Kaum war diese Entscheidung gefallen, frischte der Wind allerdings wieder auf – sehr zum Leidwesen derjenigen, die gerne noch etwas länger gesegelt wären.
Beim Admiralscup entscheidet jedoch nicht der einzelne Zieleinlauf über den Sieg. Für die Gruppenwertung werden die Platzierungen der drei Teamboote addiert. Genau hier bewies Gruppe 6 die größte Ausgeglichenheit: Wolfgang Böttger, Dr. Matthias Gebauer und Hans Haberstock kamen auf die Einzelplätze 10, 6 und 7 und damit auf insgesamt nur 23 Punkte. Mit dieser geschlossenen Mannschaftsleistung gewannen sie die Teamwertung.
Auf Platz zwei landete Gruppe 1 mit Maximilian Posner, Norbert Kerl und Alex Saemmer mit 25 Punkten. Rang drei ging an Gruppe 4 mit Jaqueline Hoffert-Dahl, Dr. Gerd Lederer und Wolfgang Rahnsch mit 41 Punkten.
Besonders eng ging es dahinter zu: Die Gruppen 9, 8 und 10 kamen jeweils auf 48 Punkte. Die Platzierung entschied sich deshalb nach der jeweils besten Einzelplatzierung innerhalb des Teams.
Einen besonderen Preis gab es für die beste Damencrew. Michaela Jansen erreichte mit ihrer Melges 24 in der Einzelwertung Platz zwölf und war damit die erfolgreichste reine Damencrew des Feldes. Sie segelte die Wettfahrt in 1:13:33 Stunden. Als Sonderpreis wartete – ganz im Stil des Admiralscups – eine Magnumflasche Crémant.
Nach der Wettfahrt ging es auf die Terrasse der Bootschaft. Bei Gegrilltem, Getränken und bester Stimmung wurden bei der Siegerehrung die erfolgreichen Teams und die Wettfahrtleitung Nico Lutz und Knud Jansen mit Helfern geehrt. So fand ein ungewöhnliches und ausgesprochen geselliges Clubrennen seinen passenden Abschluss: Präsident Dr. Matthias Gebauer, selbst Mitglied des Siegerteams, ließ es sich nicht nehmen, sowohl diese Veranstaltung als auch das am Vortag stattgefundene Event „Don Carlos goes Paulsruhe“, alleine organisiert von der CYC-Jugend, zu würdigen. Das erfolgreiche Engagement der Jugend wurde mit besonderem Beifall goutiert. Vor allem aber hob er hervor, wie sehr gerade solche Events das Miteinander im Club stärken – und er machte deutlich, dass genau dieser Geist von Sport und Geselligkeit auch künftig den Weg des Clubs bestimmen wird.




























































