Mit Mona Küppers führt erstmals in der 129-jährigen Verbandsgeschichte eine Frau das Präsidium des Deutschen Segler-Verbandes. Mit deutlicher Mehrheit setzte sich die Kandidatin vom Oberhausener Segel-Club gegen Oliver Kosanke vom Mühlenberger Segel-Club durch.

DSV Praesidentin Mona Kueppers
Mona Küppers, neue Präsidentin des Deutschen Segler-Verbandes (© Melanie Gibbat) 

(München, 26. November 2017) „Ich freue mich, dass die Delegierten mir das Vertrauen gegeben haben, die begonnene Arbeit fortzusetzen und die Modernisierungsprozesse im Verband weiter voranzutreiben“, sagte Mona Küppers nach der gewonnenen Wahl. Die Kauffrau, deren Kandidatur im Vorfeld unter anderem vom Seglerverband Nordrhein-Westfalen und großen Vereinen unterstützt wurde, sieht ihre Schwerpunkte im Ausbau des Service für Vereine und der finanziellen Konsolidierung. Küppers war beim Seglertag 2015 zur DSV-Vizepräsidentin mit dem Geschäftsbereich Fahrtensegeln, Freizeit- und Breitensport gewählt worden. Im April 2017 übernahm sie nach dem Rücktritt von Andreas Lochbrunner kommissarisch das Amt der Präsidentin. Von dem Amt als Vizepräsidentin mit dem Geschäftsbereich Fahrtensegeln, Freizeit- und Breitensport ist Küppers direkt nach ihrer Wahl zur Präsidentin zurückgetreten.

Zum DSV-Vizepräsidenten mit dem Geschäftsbereich Fahrtensegeln, Freizeit- und Breitensport wählten die Delegierten den Fahrtenobmann des Berliner Segler-Verbandes Clemens Fackeldey (Verein Seglerhaus am Wannsee, Schiffergilde zu Berlin). Fackeldey möchte den von Mona Küppers eingeschlagenen Kurs fortsetzen und den Breitensport im Verband weiter ausbauen. „Besonders liegt mir am Herzen, die Vielfalt des Segelns generationsübergreifend zu fördern“, sagte Fackeldey nach der Wahl.

Im Amt bestätigt wurde Torsten Haverland (Schweriner Yacht-Club) als Vizepräsident mit dem Geschäftsbereich Leistungs- und Wettsegeln, der die Abstimmung gegen Jobst Richter (Kieler Yacht-Club) gewann. Damit geht der 52-Jährige in seine dritte Amtszeit. Haverland freute sich, mit dem Vertrauen der Delegierten weiter an der Entwicklung des deutschen Spitzensports mitzuwirken €– im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2020, aber auch 2024. „Wir denken und arbeiten langfristig. Gute Resultate im Segelsport kann man nicht innerhalb weniger Monate erzielen“, so Haverland, der selbst auf eine Olympiakampagne für Atlanta 1996 im 470er zurückblicken kann. Ziel der Verbandsarbeit sei es, so viele junge Leute wie möglich im Segelsport zu halten – auch nach Ende einer Karriere im Leistungssport. 

In weiteren Spitzenpositionen des DSV-Präsidiums gab es Veränderungen: Als Vizepräsident mit dem Geschäftsbereich Umwelt und Recht folgte Andreas Löwe auf Dietmar Reeh (Deutscher Touring Yacht-Club), der nicht mehr kandidierte. Löwe, der in Konstanz am Bodensee zu Hause ist, fungierte bislang als Mitglied im DSV-Schlichtungsausschuss. Im Hauptberuf Anwalt, engagiert sich der 51-Jährige als Präsident des Motor-Yacht-Club Überlingersee und ist Mitglied im Vorstand der Internationalen Bodenseewoche. Seit rund 20 Jahren berät und unterstützt Andreas Löwe die Wassersportverbände am Bodensee juristisch, beispielsweise zum Thema Segler-Berufsschifffahrt, Abgasnormen und Sperrgebiete. Ein Anliegen ist ihm auch das gute Verhältnis zwischen Seglern und Motorbootfahrern. „Ich habe als Jugendlicher in meinem Verein viel Unterstützung erfahren“, begründet Andreas Löwe seine Motivation, im DSV-Präsidium tätig zu werden, „nun möchte ich auch etwas zurückgeben.“ 

Neuer Vizepräsident mit dem Geschäftsbereich Finanzen wurde Claus Otto Hansen (Flensburger Segel-Club), der das Amt von Udo Scheer (Segel-Club Hattingen) übernahm. Der 65-jährige Diplomkaufmann bringt mehrere Jahrzehnte Erfahrung im segelsportlichen Ehrenamt mit, ist seit 1972 Wettfahrtleiter im Flensburger Segel-Club und seit 2005 Internationaler Wettfahrtleiter. Hansen war lange selbst aktiver Regattasegler in der OK-Jolle. Im DSV engagierte er sich bislang als Mitglied des Seglerrates, gehörte dem Finanzausschuss und dem Ausschuss für Wind- und Kitesurfen an. 

Das neue DSV Praesidium
Das neue DSV-Präsidium (v.l.n.r.): Clemens Fackeldey, Andreas Löwe, Timo Haß, Mona Küppers, Torsten Haverland, Claus Otto Hansen und Walter Mielke (© Sven Jürgensen)

Auf dem Seglertag 2017 wurden auch die 16 Weisen des Seglerrates neu gewählt. Sie bilden gemeinsam mit den 16 Vorsitzenden der Landesverbände den Seglerrat, der das Präsidium berät und in den DSV-Ausschüssen aktiv ist. Gewählt wurden: 

Katrin Adloff 
Annemieke Bayer-de Smit
Anne-Gritt Denda
Hartmut Desiderato
Hans-Walter Fink
Oswald F. Freivogel
Torsten Fricke 
Petra Homeyer
Hans Köster
Gabriele Kromer-Schaal
Rochus Ponn
Günther Probst
Dirk Ramhorst
Ulrike Schümann
Steffen Westerkamp
Christoph Zander

Volker Radtke, langjähriges Seglerratsmitglied, Ehrenvorsitzender des Segler-Verbandes Niedersachsen und des Hannoverschen Yacht-Clubs, erhielt für seine langjährigen Verdienste um den Segelsport die höchste Auszeichnung des Deutschen Segler-Verbandes, die Goldene Ehrennadel.

Eine weitere Goldene Ehrennadel ging an die 49er-Crew Erik/Heil und Thomas Plößel, die bei den Olympischen Spielen in Rio 2016 eine Bronzemedaille gewonnen haben.
Im Rahmen der Initiative „Gemeinschaftsprojekt Vereinsausbildung“ zeichnete der Deutsche Segler-Verband 36 DSV-Vereine aus, die ihren Mitgliedern eine hochwertige Ausbildung bieten.

Die Delegierten stimmten einer Beitragserhöhung auf 12 Euro pro Jahr für Erwachsene und 4,50 Euro für Jugendliche zu. Die vom Präsidium vorgeschlagene Satzungsänderung wurde auf dem Seglertag nicht besprochen, da die Mehrheit der Delegierten einem Antrag folgte, diese von der Tagesordnung zu nehmen. 

Der nächste Seglertag findet vom 22. bis 24. November 2019 in Hamburg statt. 

Pressekontakt
Deutscher Segler-Verband e. V.
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Chiemseer Seglervertreter
Foto Niessen Die Chiemseer Segelvereine waren stark vertreten. Von links Lothar Demps (Priener SC) Karl Fricke (Chiemsee Yacht Club), Karl Zipfer, (WV Fraueninsel) Seenvertreter Oberbayern-Ost, Hans Fenzl (Seebrucker RV) und der Präsident des Bayerischen Seglerverbandes, Joerg von Hoermann (Chiemsee YC).

Der Bayerische Seglerverband zeigte sich gastfreundlich

(ni) Erst das zweite Mal in der Geschichte des Deutschen Segler Verbandes (DSV) war Bayern Gastgeber für den alljährlichen Deutschen Seglertag. Vor Jahren war das Fränkische Seenland das Austragungsgebiet. Die zahlreichen Delegierten, darunter die bayerische Staatsministerin für Europaangelegenheiten, Dr. Beate Merk, und Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundrs (DOSB), wurden vom Präsidenten des Bayerischen Seglerverbandes, Joerg von Hoermann, zunächst im festlich gedeckten Augustinerkeller willkommen geheißen, dann zog sich die Tagung mit Neuwahlen und teils zähen Diskussionen hin. Mit Mona Küppers aus Nordrhein-Westfalen führt erstmals in der 129-jährigen Verbandsgeschichte eine Frau das Präsidium des Deutschen Segler-Verbandes. Mit deutlicher Mehrheit setzte sich die Kandidatin, die das Amt seit April 2017 bereits kommissarisch innehatte, bei den Wahlen in München gegen Oliver Kosanke durch. Im April 2017 übernahm sie nach dem Rücktritt von Dr. Andreas Lochbrunner aus Lindau kommissarisch das Präsidentenamt. Auch die neuen DSV-Vizepräsidenten stehen fest: Claus Otto Hansen (Finanzen), Andreas Löwe aus Konstanz, (Umwelt und Recht), Clemens Fackeldey (Fahrtensegeln, Freizeit- und Breitensport) und der neue "alte" Vize für Leistungs- und Wettsegeln, Torsten Haverland.

Auf dem Seglertag 2017 wurden auch die 16 Weisen des Seglerrates neu gewählt. Sie bilden gemeinsam mit den 16 Vorsitzenden der Landesverbände den Seglerrat, der das Präsidium berät. Aus Bayern wurden Torsten Fricke vom Münchner Ruder- und Seglerverein und Rochus Ponn vom Augsburger Segelclub gewählt. Die Diskussion über die geplanten Satzungsänderungen bis zum nächsten Seglertag verschoben. Die Erhöhung der Beiträge – für Erwachsene sind sie bereits seit 26 Jahren unverändert – fällt nun doch moderater wie geplant aus. Der Kompromissvorschlag des DSV-Seglerrats erhielt nach langen, emotionalen Diskussionen und Wortbeiträgen eine klare Mehrheit: 12 Euro für Erwachsene und 4,50 Euro für Jugendliche ab dem 1. Januar 2018. Der nächste Seglertag findet vom 22. bis 24. November 2019 in Hamburg statt.

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Liebe Vereinsvertreter/innen,

der Bayerische Seglerverband e.V. informiert Sie gerne regelmäßig auf diesem Wege über Aktuelles, Termine und Veranstaltungen:

Wir freuen uns, dass unsere Internetseite www.bayernsail.de ständig mit aktuellen und für Ihre Vereinsarbeit interessanten Themen erweitert wird. Vorbei schauen lohnt sich immer!

Möchten Sie täglich automatisch über die neuesten Einträge informiert werden, richten Sie ganz einfach den Newsfeed am unteren Ende unserer Internetseite für sich ein!

Auf unserer Internetseite finden Sie auch stets die neuesten Ergebnisse und Berichte von den nationalen und internationalen Regattabahnen.

Unsere Neuigkeiten:


Unser Ressort Sport ist neu besetzt

Seit dem 1.10.2017 ist das Ressort Sport beim Bayerischen Seglerverband mit Marco Mittermeir neu besetzt. Marco Mittermeir wird sich hauptamtlich um die Organisation dieses Bereiches kümmern, gemeinsame Maßnahmen für den gesamten Jugendkader leiten und Lehrveranstaltungen abhalten oder unterstützen. Der Vorstand wünscht Marco Mittermeir einen guten Start und eine erfolgreiche Arbeit für den Bayerischen Seglerverband.

Auf unserer Internetseite stellen wir Ihnen Marco Mittermeir genauer vor.

Personelle Verstärkung in der Geschäftsstelle

Seit Anfang des Monats haben wir das hauptamtliche Personal in der Geschäftsstelle aufgestockt. Frauke Bünder verstärkt in Teilzeit unsere erfahrene Leiterin der Geschäftsstelle, Margot Zelesny, und den neuen sportlichen Leiter, Marco Mittermeir.

„Der Bayerische Seglerverband ist nun personell gut aufgestellt und bereit die Aufgaben als Servicedienstleister für unsere Mitgliedsvereine gut zu erfüllen sowie geplante Projekte des Verbandes umzusetzen.“ so Joerg von Hoermann, 1. Vorsitzender.

Auf unserer Internetseite stellen wir Ihnen auch Frauke Bünder näher vor.


Deutscher Seglertag 2017 in München

Der DSV führt seine Mitgliederversammlung, den Deutschen Seglertag, heuer von 24. bis 26. November in München durch.

Die Einladungen an alle Mitgliedsvereine wurden durch den DSV bereits per Post verschickt. Bitte melden Sie sich mit der Antwort-Postkarte rechtzeitig beim DSV an.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie beim DSV auf www.dsv.org und beim Bayerischen Seglerverband unter www.bayernsail.de -> Deutscher Seglertag 2017

Tagungsunterlagen
Tagesordnung, Berichte und Anträge mit den Stellungnahmen von Präsidium und Seglerrat werden den DSV-Mitgliedern des DSV bis spätestens 09.11.2017 gemäß dem Grundgesetz des DSV mitgeteilt.

Stimmübertragung
Vereine, die nicht am Deutschen Seglertag 2017 in München teilnehmen, bitten wir um Stimmübertragung durch Übersendung der ausgefüllten Stimmbenachrichtigung an den zuständigen Reviervertreter oder die Geschäftsstelle des Bayerischen Seglerverbandes, bis spätestens Mittwoch, 22.11.2017.

! WICHTIG: Bitte füllen Sie nur die letzte Zeile des Formulars aus, d.h. Datum, Name des Unterzeichners und Vereinsstempel/Unterschrift!

Die Stimmübertragung hat schriftlich – unter Angabe des Vereins, der BA-Nr. und der Stimmzahlen – zu erfolgen.


Der Bayerische Seglerverband sucht Disziplintrainer (Einhand)

Zum nächstmöglichen Zeitpunkt suchen wir

  • Disziplintrainer (m/w) für die Optimistenklasse (Umfang ca. 60 Tage pro Saison)

Die ausführliche Stellenausschreibung finden Sie unter

http://www.bayernsail.de/index.php/bsvservice/suche-biete


Angebote für Trainerfortbildungen und Lizenzverlängerungen

09.12.2017: 09:30 Uhr, Haus des Sports München

22.12. und/oder 23.12.2017: ganztägig im Münchener Ruder-u. Segelverein 'Bayern' v. 1910 e.V. (MRSV), Starnberg

Es sind noch Plätze frei! Online-Anmeldung über unsere Homepage.


Verlängerung der Lizenzen Trainer C Breitensport/Leistungssport Segeln

Lizenzinhaber/innen von Trainer C Breitensport/Leistungssport Lizenzen Segeln, die ihrer Weiterbildungsverpflichtung von mind. zwei Tagen bis zum Gültigkeitsablauf nachgekommen sind, können die Verlängerung bereits jetzt über unsere Geschäftsstelle beantragen.

Hierzu werden der Verlängerungsantrag des Bayerischen Seglerverbandes, die BLSV-Lizenz, sowie – sofern vorhanden die DOSB-Lizenz - jeweils im Original (per Post) sowie die Fortbildungsnachweise benötigt. Wurden die Maßnahmen beim Bayerischen Seglerverband absolviert, genügt die Mitteilung der Fortbildungstermine. Von fremden Anbietern benötigen wir Kopien der entsprechenden Teilnahmebestätigungen.

Die Verlängerung der Lizenz wird durch den Bayerischen Seglerverband zum Ende des Jahres durchgeführt. Die Beantragung bei uns ist jedoch bereits jetzt möglich.


Beschränkung der Nutzung am Starnberger See, Ammersee und Chiemsee

Anfang des Jahres 1997 wurde zwischen dem Bayerischen Seglerverband e.V., Bayerischen Ruderverband e.V. und dem Bayerischen Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen eine Vereinbarung zur Selbstverpflichtung der Wassersportler geschlossen, die nach wie vor in vollem Umfang gültig ist.

Von dieser Vereinbarung sind die oberbayerischen Seen Starnberger See, Ammersee und Chiemsee als Lebensraum für eine besondere Pflanzen- und Tierwelt betroffen.

Die Vertragsparteien wurden sich darüber einig, dass wassersportliche Aktivitäten nur in naturverträglicher Weise erfolgen dürfen. Die Verbände sind gemäß dieser Vereinbarung zu einer Beschränkung der Nutzung für den Wassersport in der Zeit von Anfang November bis Ende März des folgenden Jahres bereit.

Der Bayerische Seglerverband e.V. hat u.a. für den Segel-, Surf- und Kitesport dafür Sorge zu tragen, dass die ihm angeschlossenen Vereine bzw. deren Mitglieder diese Beschränkung einhalten.

Im Sinne der guten Zusammenarbeit der Verbände mit dem Bayerischen Staatsministerium, sowie für ein Leben im Einklang mit der Natur bitten wir Sie, sich über die Vereinbarung "Wassersport/Naturschutz" zu informieren und die Ruhezeiten von 01.11. des Jahres bis 01.04. des Folgejahres einzuhalten.

 

Mehr Informationen auf www.bayernsail.de für Vereine, Trainer, Schiedsrichter und Wettfahrtleiter sowie Sportlerinnen und Sportlern!

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Karli12 red

Der Chiemsee Yacht Club trauert um Dr. Karl-Joachim Camerer, der am 1. Oktober 2017 überraschend im Alter von 68 Jahren verstorben ist.

Im Namen des Vorstandes und der Mitglieder veröffentlichen wir diesen Nachruf. Den Angehörigen gilt unsere Anteilnahme.

"Ich kann es immer noch nicht glauben, dass die coolste Socke, die ich je kennengelernt habe, nicht mehr da ist. Dass ich mit dir Gorla segeln durfte, war mir eine große Ehre. Das Bild als wir gegen Lisa und Poldo zu zweit Asso gesegelt sind und wir noch Zeit zum Rauchen hatten, während Lisa völlig fertig auf der Spasso gesessen ist, bringt mich immer noch zum Lachen."

Am vergangenen Sonntag ist unser Clubmitglied und Segelkamerad Karli Camerer für uns alle unerwartet verstorben.

Karli, du warst auf dem Wasser zu Hause. Mit deinem Grassober, dem Laser, deinem Motorboot oder als Teil der Wettfahrtleitung. Du warst ein leidenschaftlicher und versierter Segler, einer unserer größten Fans in der Segelbundesliga und auch Lehrer. Du hast das Segeln genossen: Chiemsee Meisterschaft, Gorla, Cento oder einfach Halbwind "heizen". Wie wichtig war dir dein letzter Urlaub am Gardasee. Unvergesslich als du bei der Sturm-Gorla beste deutsche Asso wurdest, und das sogar ohne Segel. Wer kann das schon? Das Segeln war deine große Leidenschaft. Wir sind froh sie gemeinsam mit dir geteilt zu haben und wir werden sie auch weiterhin für uns im Stillen teilen.

Erster im Ziel zu sein war dir nicht so wichtig, wie der Weg dorthin. Je voller deine Asso, desto lustiger und fröhlicher war es mit dir. Bei dir an Bord fühlten sich alle zuhause und willkommen. Du warst ein Menschenfreund. Es war immer alles ganz leicht und deine Gelassenheit und die von dir ausgehende Sicherheit steckte uns alle an und auch dein positiver Blödsinn. Stets dein Ziel vor Augen, aber genügend Zeit das Leben zu genießen andere mitzunehmen und gemütlich eine zu rauchen, ein Paar Regensburger zu essen oder etwas flapsig daherzureden. Wir haben zu dir aufgeschaut. Du hast uns gezeigt, dass man sich nicht Verstellen braucht und auch wenn man schon "etwas älter" ist sich nicht so Benehmen muss.

Grassober

Du warst der Arzt für alle Fälle, ob eine Behandlung auf dem Steg oder direkt auf dem Wasser, ob konventionell oder eher unorthodox – du warst immer da. deine Hilfsbereitschaft war genauso selbstverständlich wie unbegrenzt. Du hast uns die Asso an den Gardasee gezogen, uns mit Material unterstützt und mit Tipps geholfen. Sogar deinen Grassober hast du uns für die Cento geliehen.

Unvergessen bleiben auch besonders deine Begrüßungen und deine flapsigen Sprüche vom Balkon, von wo du dank "Dr. Camerer'scher Schönwettergarantie" zu Urlaubszeiten stets gut gelaunt in den Tag gestartet bist.

Du warst eine ganz große Persönlichkeit, ein bayrisches Original mit gar Polt'schem Humor. Mit einer Hilfsbereitschaft und einer Großherzigkeit die seinesgleichen sucht und eine Geradlinigkeit gepaart mit einer Lebensfreude von der wir uns alle etwas für unser Leben mitnehmen sollten.

Onkel Karli wir werden dich sehr vermissen.

Wenn wir jetzt im Herbst im Club sind und die Stimmungen aus Sonne, Wolken, Bergen, Nebel und Wasser sehen, dann denken wir an dich, weil dir diese stillen und so einprägsamen Momente im Club die liebsten waren.

Deine Seglerfreunde

Die Trauerfeier findet am Dienstag, den 10.10.2017 um 14:30 Uhr auf dem Westfriedhof (Baldurstraße 28, 80637 München) statt.

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Die Wortwahl tut mir leid, aber anders man diese Aktion nicht bezeichnen.

Doch zunächst - da hier viele Fragen aufgetaucht sind - etwas zur Geschichte der "Geschwaderfahrten". Hierzu ein Auszug aus dem Regattatagebuch von Heinrich Heidner (Vereinsführer von 1933 bis 1938), in dem er den Ablauf einer solchen Geschwaderfahrt schildert.

Sonntag, den 14. Juni 1936, Geschwader-Segeln nach Lambach

Dieses Segeln war eigentlich nach dem Programm für eine spätere Zeit angesetzt gewesen, jedoch, da der Sonntag, den 14.6. endlich einmal einwandfreies Wetter nach langer Regenzeit gebracht hatte, so wurde es vom Vereinsführer schleunigst dazwischengeschoben.

Es war ein ideal schöner Tag mit starker Ostbrise, die durchstand, als die Boote des C.Y.C. sich bei der Fraueninsel trafen, um unter der Motorbootführung des Vereinsführers den Kurs in Richtung Lambach zu nehmen. Mit zwei Schlägen, der eine Südost, der andere nach Norden brachte die kleine Flottille nach Lambach. Der Tag war furchtbar heiß gewesen und das Anlegen der Boote sowie das Festzurren derselben ging mit Blitzesschnelle vor sich – winkte doch oben in Lambach ein erfrischender Trunk, nach dem jeder lechtzte!

Im Handumdrehen waren alle, natürlich im weissen Sportdress, oben im Schatten der Bäume des reizend gelegenen Wirtshauses von Lambach und die "Hebe" konnte nicht schnell genug sein, um die Halbverdursteten zu laben.

Nachdem dies reichlich getan war und nachdem man genügend Staub und Bezinluft aufgenommen hatte, ging es wieder heimwärts und bei der Spinnackertour fand sich Gelegenheit genug, sich einmal den mitsegelnden Damen etwas mehr widmen zu können!

Gstadt, 22.6.36Heinrich Heidner

Besonders der letzte Absatz lässt viel Raum zu Spekulationen, insbesondere über die Art des "erfrischenden Trunkes".

Doch nun wieder zur Gegenwart.

Wolfi Böttger hatte alle Teilnehmer zur Skipperbesprechung am Mittelsteg zusammengerufen, um die Modalitäten zu erklären. Start um 16:00 Uhr, Segeln bis zur Paulsruhe und dann auch hier der "erfrischende Trunk".

Gesagt, getan, um 16:00 Uhr machten sich 17 Mannschaften auf den Weg. Der Wind kam aus östlichen Richtungen und reichte gerade aus, um einigermaßen zeitnah das Ziel am Don Carlos zu erreichen. Und hier erwies sich unser "Veteran" Don Carlos als Multitalent, denn am Vorschiff, auf dem Wolfi kurzerhand seinen Gasgrill aufgebaut hatte, wurden Bratwürste in einer Semmel serviert, die Kabine wurde, nachdem die Fenster heruntergekurbelt wurden, zur Bar umfunktioniert. Und so drängten sich immer 20 - 30 Leute auf dem Startschiff und ließen es sich gut gehen.

Essen, reden, trinken, schönes Wetter, Herz was willst Du mehr.

Gegen 18:30 Uhr fand die Veranstaltung leider ein etwas abruptes Ende, denn Wolfi hatte angesichts einer in den Bergen stehenden Gewitterfront das Signal zum Aufbruch gegeben, und so löste sich das "Päckchen" unvermittelt wieder auf und alle traten den Heimweg an. In wieweit man sich auf der Heimfahrt noch den mitsegelnden Damen widmete, bleibt ein Geheimnis.

Wie schon gesagt, eine tolle Aktion, perfekt organisiert mit begeisterungswürdiger Beteiligung. Fortsetzung in einer Stegparty gewünscht.

Richard Brandl

Weitere Fotos

DonCarlos

Mit der Aktion "Don Carlos goes Paulsruhe" soll eine alte Tradition im CYC wiederbelebt werden, das "Geschwadersegeln". Die Idee dahinter ist, dass man sich zwanglos trifft, um gemeinsam ein vereinbartes Ziel anzusegeln, dort zu speisen oder Kaffee zu trinken und dann gemeinsam wieder den Rückweg anzutreten.

Wir treffen uns zu einer Skipperbesprechung um 15:00 Uhr auf der Clubtrerrasse. Hier wird ein Kursplan ausgegeben und der weitere Ablauf besprochen. Gestartet wird um ca. 16:00 Uhr am Badehäuschen, Ziel ist der Don Carlos, der an der Paulsruhe vor Anker liegt. Nach dem Zieldurchgang gibt es kalte Getränke und Grillwürste in einer Semmel.

Wir hoffen auf schönes Wetter, guten Wind und eine rege Beteiligung.