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BERICHTE 2010: 49ER OLYMPIA-KAMPAGNE |
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Ziel hinter Hürden sichtbar Fricke/ Huber mit schwerer Segelkampagne Text: © 2010 Martin Blum ![]() Cool und trotzdem ungehemmt in der schweren 49er-Klasse: Lorenz Huber (links) und Leopold Fricke - Foto © 2010 Martin Blum Die vorolympischen Regatten und Weltcups meistern die beiden Leopold Fricke und Lorenz Huber weltklasse. Doch je näher sie der absoluten Spitze kommen, desto größer werden auch die Hürden. Leopold Fricke und Lenz Huber wussten, dass sie sich mit einer Kampagne im 49er die wohl härteste Klasse und eines der schwersten Jahre in der Segelgeschichte ausgesucht hatten. Sie wussten auch, dass sie als Bayern mehr leisten müssen, um die Unterstützung des Deutschen Segelverbandes zu bekommen. Doch an ihrer stetigen Kurve bergauf nagen immer wieder kleine Hindernisse. Hindernisse, die man nicht leicht durch Trimm oder Training beseitigen kann. Medemblik/ Holland war gerade die neueste Auflage des vorolympischen Gerangels um die länderinterne Qualifikation. Gut, sehr gut lagen die beiden Chiemseer bei dem mit 71 Teams sehr stark besetzten Topevent. Nach neun von vierzehn Wettfahrten fand man sie auf Platz elf und damit schon im Finale der besten 25! Der Wind frischte auf und drehte stark, so kamen sie kurz vor dem Ziel zu weit von aussen und mussten den Genaker noch schnell bergen. Dabei verfing sich das Fall, der Genaker flatterte ins Wasser, bremste das Schiff ab und zog es am Bug unter Wasser. Bei der Kenterung brach der Pinnenausleger ab und dabei verletzte sich Fricke an der Fingerkuppe. Die Blutung konnte trotz herbeieilendem Trainer nicht auf dem Wasser gestillt werden und so mussten sie zusätzlich noch eine weitere Wettfahrt aussetzen, kamen somit insgesamt auf den 21. Platz. Vor ihnen jedoch drei weitere Deutsche Teams. Dieser Rückschlag auf dem Wasser wurde auch noch von einem Nominierungsproblem begleitet. Um zur Sponsorförderung den Deutschen Kader namhaft benennen zu können, wurden die ersten Segler in das neue Sailing Team Germany - quasi die Nationalmannschaft - aufgenommen. Trotz besserer Ergebnisse als andere Teams, die nominiert worden sind, sind die beiden Bayern nicht dabei. Warum kann man nur erahnen. Hyeres/ Südfrankreich war wohl eine Messmarke, und genau da war die innerdeutsche Konkurrenz besser, egal ob das Ergebnis zu dem Trend der vielen Weltcups des vergangen Jahres passte. Doch Fricke/ Huber rechneten ja damit und machen sich gerade auf, um an der Kieler Woche ab Sonntag fit und perfekt vorbereitet zu starten. Als weltweites Spitzenevent im eigenen Land haben die auf dem Wasser gezeigten Ergebnisse große psychologische Bedeutung für den Kampf um die Nominierung ins Sailing Team Germany. |
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