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BERICHTE 2010: FRICKE/HUBER/49ER

Übersicht

Fricke/Huber halten am Ziel London 2012 fest
Olympiakampagne hart, aber machbar

Lenz Huber (links), Poldo Fricke
Lenz Huber (links) und Leopold Fricke nehmen sich keine Zeit für den Genuß der Traumsegelreviere der Welt. Sie sind weltweit unterwegs, um die Olympiaqualifikation zu erreichen - Foto: Juerg Kaufmann/BSV

Die beiden Chiemseer Leopold Fricke und Lenz Huber (Rimsting/ Prien) hätten sich das Erlangen der Olympiafahrkarte leichter gewünscht. Aber zu viele erstklassige Segler kämpfen derzeit in der Königsklasse, dem 49er. Trotzdem sind sie beide ganz knapp dran - am Olympiaticket.

Es gibt mehrere Hürden zu meistern: Erst die internationale Olympiaqualifikation, wobei man 2011 an den Regatten Medemblik, Weymouth (Olympiarevier), Kieler Woche und Perth unter den Top 10 nach Nationen sein muss. Das ist machbar, da starke Nationen wie England mehrere Teams in der Weltspitze haben, und somit ein 14. bis 20. Platz ausreichen kann.

Eine weitere Hürde ist, bestes Deutsches Team nach Punkten zu sein. Das sieht derzeit nicht schlecht aus: Nur die beiden Norddeutschen Teams Schadewaldt/ Baumann, sowie Massmann/ Briesenick-Pudenz sind ebenbürtig, mit manchen Stärken aber auch Schwächen.

Das Erreichen des B-Kaders, eine Leistungsförderung die auf der derzeitigen Stufe sehr gut tun würde, wäre auch wünschenswert.

Wettkämpferisch machen sie alles für ihre Ziele! Auf der Weltmeisterschaft im Januar auf den Bahamas kamen sie zwar nicht in die hochkarätige Goldfleet (die besten 25 nach Qualifikationsregatten), konnten aber in der Silverfleet zwei Tagessiege erreichen.

Die Analyse ergab, dass die beiden Segler vom Chiemsee Yacht Club Schwierigkeiten haben, sich an wechselnde Bedingungen schnell anzupassen. Dies war jedoch in Bahamas extrem gefragt, als der sehr kurze und enge Kurs hinter einem Riff, mit nur 25m Abstand zum Land, nur sehr drehende und böige Winde zu bieten hatte.

Gleich zum Weltcup im Februar, in Miami, sah es schon besser aus. Fricke/Huber konnten die Erfahrungen der unterschiedlichen Bedingungen schneller abrufen und erreichten einen 15. Platz.

Die nächsten großen Stationen werden Hyères Mitte April und die Europameisterschaft in Polen sein. Doch die beiden Jungs werden nicht müde. Frischen Antrieb gab es gerade erst, als die Marktgemeinde Prien mit einer Sportförderung mit in die Unterstützung einstieg.


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Text: Martin Blum

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