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BERICHTE 2009: JUGENDWOCHE 2009

Übersicht

Schot und Pinne fest im Griff
82 Teilnehmer bei der Jugendwoche des Chiemsee Yacht Clubs

Jugendwoche 2009
82 Kinder und Jugendliche starteten bei der diesjährigen Sparkassen-Chiemsee-Jugendwoche des Chiemsee Yacht Clubs - Foto: © CYC

Prien – Bereits seit 37 Jahren veranstaltet der Chiemsee-Yacht-Club (CYC) jeweils in der ersten Woche der Sommerferien seine der Nachwuchsförderung dienende „Chiemsee- Jugendwoche“, die seit drei Jahren von der Sparkasse gesponsert wird und deshalb aktuell als „Sparkassen-Chiemsee-Jugendwoche“ tituliert wird.

82 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sechs und 17 Jahren waren aus ganz Bayern, jeweils zwei sogar aus Österreich und Berlin und einer aus Hessen, an den Chiemsee gereist, um beim CYC das Segeln zu erlernen beziehungsweise ihre Regattatechnik zu perfektionieren.

Den jungen Nachwuchsseglern wurde von acht hoch qualifizierten Trainern in den Bootsklassen der Optis, 420er, 29er, Laser, Piraten und Zugvögel ein zielgruppenorientierter Mix aus Theorie und Praxis geboten. Während die älteren und bereits erfahrenen Segler vornehmlich Regattatraining erwarteten, hörten die Jüngsten der 58 Opti-Segler meist zum ersten Mal, dass man beim Segeln zwischen Luv- und Leeseite unterscheidet oder dass man beim „Wenden“ mit dem Bug „durch den Wind geht“ und beim „Halsen“ mit dem Heck. Auch mussten sie lernen, wie man mit dicht geholter Schot „hart am Wind“ segelt und bei achterlichem Wind mit gefierter Schot nach Lee „abläuft“.

Gerade diese Gruppe erwies sich als besonders lerneifrig und war am dritten Tag bereits so fit, dass sie zusammen mit den anderen Seglern den ganzen Tag auf dem See verbrachte. Sie ersetzte dabei das Mittagessen auf der Clubterrasse durch ein an Bord genommenes Lunchpaket.

Zu einer Seglerausbildung gehört unverzichtbar auch die bei den Segelschülern meist wenig beliebte Knotenkunde. Doch legten die Trainer mit Recht größten Wert darauf, dass die jungen Segler die wichtigsten Seemannsknoten wie Kreuzknoten, Palstek und Webeleinstek, wahlweise mit einem oder zwei „halben Schlägen“, gleichsam „blind“ beherrschten.

Das Ausbildungsprogramm auf dem Wasser endete mit einer gemeinsamen Regatta auf einem vor Harras ausgeflaggten Dreieckskurs. „Rasmus“, der Seglergott des Windes, zeigte sich, wie auch an den vorangegangenen Tagen, von seiner besten Seite und unterstützte die Attraktivität dieser Abschlussregatta mit „satten“ drei Windstärken aus Ost/Nordost. Der Traum vom Segeln war perfekt.

Als schnellster Segler qualifizierte sich nach auf Yardstickbasis berechneter Zeit der 420er-Freak Maxi Nickel vom gastgebenden CYC mit seinem Vorschoter Hans Ledwa vom Yachtclub Berlin.

Neben der seglerischen Ausbildung hatte CYC-Jugendleiter Franz Feil, tatkräftig unterstützt von seiner Frau Monika, ein von den Segelschülern begeistert aufgenommenes Rahmenprogramm vorbereitet. So wurden Grillabende, Wettkämpfe auf dem clubeigenen Beachvolleyballplatz, Badespaß und Morgengymnastik mit einem physiotherapeutisch geschulten Sporttrainer geboten. Außerdem wurden von den Ausbildern Spannbänder, sogenannte „slacklines“, gespannt, auf denen balancierend die Segler ihren Gleichgewichtssinn bei Schiffsschwankungen stärken konnten.

Als Erinnerung an die erlebnisreichen und rundum gelungenen Tage beim CYC erhielten die Nachwuchssegler Teilnahmeurkunden, jeweils mit einem Gruppenfoto, Badetücher und Segel-Caps. Mit dem anschließenden Sturm auf ein reichlich sortiertes Süßigkeiten-Buffet endete die CYC-Jugendwoche 2009.


Text: gl



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