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BERICHTE 2007: BERICHT BLAUES BAND DES CHIEMSEES 2007 |
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Blaues Band des Chiemsees Endlich wirklich das schnellste Boot ![]() Andreas Ostermeier mit seiner Deutschen Meistercrew musste wegen Ruderbruch aufgeben und zusehen, wie das ganze Feld auf ihn zu und an ihm vorbeischoß - Foto © Berger/CYC/Blum Jahrzehntelang konnte man fast die Regel aufstellen, dass am Blauen Band des Chiemsees kein oder nur kurz Wind sein wird. Doch dieses Jahr wurde die Suche nach dem schnellsten Segelboot am See umgekrempelt. Nur ein paar Sekunden nach dem Start am Chiemsee Yacht-Club heulte es mit vier bis fünf Beaufort los. Wo sonst überhohe Masten um jeden noch so kleinen Windhauch betteln, kamen endlich die Boote in Fahrt, die für Wind gebaut sind. Bernt Spengler und Manfred Felix, mit einem modifizierten Tornado (Deutscher Cat-Club), umrundeten den See in einer Rekordfahrt von einer Stunde und 43 Minuten und nahmen dem ersten, der sonst sieggewohnten, Flautenkönige über 20 Minuten ab. Er stattete seinen Tornado mit einem größeren Drifter aus. "Normal wären wir noch viel schneller gewesen", doch Bernt lies in fälschlicher Erwartung einer Flaute die Fock und den Genaker zu Hause. Noch bevor das Feld die erste Boje am Rasthaus erreichte, legten sich die Liberas Rene, Lillo und Telebox ächzend zur Seite. Die Katamarane sprangen los und ein paar Minuten darauf gingen die Probleme überall richtig los. Die Boje in Feldwies erreichten fast noch alle, doch spätestens als es von Seebruck "Am Wind" zurück ging, war es zu schwer für manche. Bei der Libera Lillo, bei dem letztjährigen Sieger Hinz Schmid und bei Andreas Ostermeier brachen die Ruder. Bei der Telebox der Ausleger. Die sonst um die Vorherrschaft am See kämpfenden Katamarane von Christian Teicher und Friedl Liese kenterten. Auch der bedächtig segelnde Josef Resch legte sich einmal auf das Wasser. Franz Hasler mit seinem großen One Design kollidierte noch am Start, so dass er nicht antreten konnte - doch ein Protest seinerseits verlief ins Leere. Viele derer, die sonst ihre Gruppe dominieren und sich Chancen auf die Chiemsee-Meisterschaft ausmalen, landeten weit hinten. Offensichtlich läuft ihr Boot nur bei wenig Wind gut. Unbemerkt von alledem preschte eine winzige Jolle der neuesten Bauart, ein 14-Footer nach vorne. Hauptsächlich raumschots machte Hannes Welwinger mit dem Gleitskiff ein paar Kilometer gut und war nach Spengler und dem zweiten, Reiner Gutjahr (Segelclub Harras am Chiemsee) mit seinem Eagle-Katamaran, dritter und damit erstes Einrumpfboot. Knapp vor Helmut Haller, der sein Boot als einer der wenigen bei wenig und viel Wind meisterte. Nur eine Minute darauf kam Leopold Fricke und Lenz Huber mit einer Asso ins Ziel. Die beiden Kadersegler führen die wohl jüngste Mannschaft der knapp 100 gestarteten Teams an. Damit wird die Chiemsee-Meisterschaft 2007 gehörig durcheinander gewirbelt. Es stehen zwar noch vier Läufe an, keiner der Favoriten hat jedoch eine gute Ausgangslage. Martin Blum |
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